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Einleitungstext Schlaf für BLACKROLL

„Hey, Du Penner!“ Diese in Deutschland gängige Beschimpfung unterstreicht es ganz deutlich: Wer viel schläft, gilt hierzulande immer noch als faul. Daran hat sich auch durch den Fitnesstrend der vergangenen Jahrzehnte wenig geändert. Dabei wissen wir inzwischen, dass Schlaf einen besonders hohen Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit hat.

Von Thomas Tuchel bis zu den Chicago Bulls

Dies erkennt allmählich auch der Spitzensport. So hat der neue Trainer von Paris Saint-Germain, Thomas Tuchel, schon vor Jahren bei Borussia Dortmund einen Schlafberater engagiert. Und auch in der nordamerikanischen Basketballliga investieren Teams wie die Chicago Bulls in die Schlafoptimierung ihrer Spieler.

Ob sich das auszahlt? Vermutlich ja, denn Schlafstörungen haben massive negative Auswirkungen:

  • Bis zu 300 % verzögerte Reaktionszeit
  • Bis zu 65 % höheres Verletzungsrisiko und schlechtere Heilung bei Verletzungen
  • Bis zu 20 % verschlechterte Bewegungskoordination
  • Zunahme des Hungergefühls und damit des Körpergewichts
  • Begünstigung von Diabetes
  • Höheres Depressionsrisiko

Neben psychischen und körperlichen Ursachen ist eine optimale Schlafumgebung ganz entscheidend für einen erholsamen Schlaf. Und das geht weit über das Abdunkeln des Schlafzimmers oder eine angenehme Raumtemperatur hinaus. Inzwischen weiß man, dass Schlafunterlage, Bettdecke und Kissen entscheidend sind für einen gesunden Schlaf. Der Spruch „So wie Du Dich bettest, so schläfst Du“ ist aktueller denn je.

Das richtige Kissen – wichtiger als viele glauben

Eine besondere Rolle spielt das richtige Kissen. Es entspannt und unterstützt zugleich unseren Nacken und Rücken. Verspannungen können reduziert werden. Auch Kopfschmerzen lassen sich so vermeiden. Und all das hat zur Folge, dass unsere Schlafqualität steigt. Zudem kann man es fast überall mit hinnehmen. Als treuer Begleiter sorgt es dafür, dass Du auch in fremder Umgebung besser schläfst.

Im Ernst jetzt? 5 Gründe, warum guter Schlaf wichtig ist

  1. Wer gut schläft, ist schlanker

Stimmt das wirklich? Ja. Eine schlechte Schlafqualität ist tatsächlich eng mit Übergewicht verbunden. Durch nicht erholsamen Schlaf kann es zu einer Insulinresistenz kommen. Und auch die Hormone, die den Hunger regulieren, können durcheinandergeraten. Neben der Qualität unseres Schlafes kann aber auch eine zu kurze Schlafdauer Übergewicht begünstigen. In einer großangelegten Review-Studie zeigte sich, dass Kinder und Erwachsene mit kurzem Nachtschlaf um 89% bzw. 55% häufiger übergewichtig waren als ausgeschlafene Personen. Auch unsere Motivation, Sport zu treiben, wird durch eine zu kurze Schlafdauer beeinflusst. Ihr wisst vermutlich, wovon wir sprechen: Ihr schlaft schlecht oder zu wenig, und schon wird es schnell zur Qual zum Sport zu gehen. Dann doch lieber zuhause bleiben und noch ein paar Folgen bei Netflix und Co. schauen. Die langfristigen Folgen: Ihr nehmt an Gewicht zu.

  1. Wer gut schläft, ist konzentrierter und produktiver

Hand auf’s Herz: Wann habt Ihr Euch das letzte Mal nach einer kurzen, unruhigen Nacht wie Herkules oder besser gesagt wie Albert Einstein gefühlt? Richtig, das passiert eher selten. Schon bei der kleinsten Denkaufgabe wird man schnell ungeduldig, wenn der Nachtschlaf nicht optimal war. Die Erklärung: Schlaf ist wesentlich für bestimmte Funktionen unseres Gehirns. Dazu zählen vor allem Konzentration und Kognition. Letzteres umfasst die Aspekte Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Denken. Schlaft Ihr nun gut bzw. ausreichend und steht Ihr zur gewohnten Zeit auf, dann seid Ihr tatsächlich konzentrierter und produktiver. Immerhin: Ein erster Schritt in Richtung Einstein.

  1. Wer gut schläft, ist sportlich erfolgreicher

Diese Aussage müssen wir etwas ins rechte Licht rücken. Denn ein guter Schläfer ist natürlich nicht automatisch ein erfolgreicher Sportler. Dafür spielen Aspekte wie Ausdauer, Kraft, Koordination, Schnelligkeit und Beweglichkeit für die sportliche Leistung eine viel zu große Rolle. Jetzt kommt das große „Aber“: Schlaf hat tatsächlich einen erheblichen Einfluss auf unsere sportliche Leistung. So haben u. a. Studien mit Basketballspielern gezeigt, dass Genauigkeit und Reaktionszeiten von erholsamem Schlaf positiv beeinflusst werden. Und es gibt Hinweise, dass das auch auf Schnelligkeit und Kraft zutrifft. Also: Nicht nur zur Hantelstange, sondern auch immer wieder zum Kissen greifen.

  1. Wer gut schläft, ist weniger anfällig für Depressionen

Ja, auch diese Feststellung ist korrekt. Menschen, die unter Schlaflosigkeit oder Schlafapnoe leiden, berichten häufiger über Depressionen als Patienten ohne Schlafprobleme. Allerdings möchten wir einschränkend darauf hinweisen, dass es auch einen umgekehrten Zusammenhang gibt: Wer Depressionen hat, schläft in der Regel schlechter. Daher ist nicht immer klar, was Henne und was Ei ist. Feststeht: Die Wahrscheinlichkeit für Depressionen lässt sich reduzieren, wenn man auf einen erholsamen Schlaf achtet. 

  1. Wer gut schläft, ist emotionaler und sozialer

Klingt im ersten Moment seltsam: Aber Schlafentzug reduziert in der Tat unsere Fähigkeit, sozial zu interagieren. Es gibt Studien, die dies bestätigen. So wurden Versuchspersonen bei Gesichtserkennungstests gebeten, Ausdrücke von Wut und Glück zu erkennen. Die Probanden, die nicht geschlafen hatten, schnitten schlechter ab als ausgeschlafene Versuchspersonen. Dies kann mit der Konzentrationsfähigkeit zu tun haben. Forscher glauben jedoch, dass nicht-erholsamer Schlaf unsere Fähigkeit beeinträchtigt, wichtige soziale Hinweise zu erkennen und emotionale Informationen zu verarbeiten.

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